Grenze
Rudi Schimko an der beschädigten Grenzsäule

Vor 55 Jahren flüchteten Schüler über die tödliche Grenze im Nordharz

Einer der Schüler zeigte jetzt einem Grenzsoldaten und Zöllner den Fluchtweg über die Grenze

Am 30. Mai 1964 glückte vier Schülern im Alter zwischen 14 und 15 Jahren aus Wasserleben die Flucht über die damals mit einem doppelten Stacheldrahtzaun gesicherten innerdeutschen Grenze nach Eckertal.

Jetzt trafen sich Rudi Schimko, einer der vier geflüchteten Schüler, Helmut Gleuel, ehemaliger Zollbeamter des Zollkommissariats Bad Harzburg und ein ehemaliger Soldat der DDR-Grenztruppen, der in der für diesen Grenzabschnitt zuständigen Grenzkompanie Stapelburg seinen Wehrdienst abgeleistet hatte, an der Stelle, an der die Schüler mit nassen Füßen den Grenzfluss Ecker überquerten. Der Grenzübertritt erfolgte zwischen dem Stapelburger Ortsteil Lerchenfeld und Abbenrode in der Nähe des historischen Grenzsteins Nr. 69/1846 mit den Buchstaben B und P (Herzogtum Braunschweig und Königreich Preußen) und der Grenzsäule Nr. 942 der DDR.

Die geflüchteten Schüler wurden nach ihrer etwa dreistündigen Flucht gegen Mitternacht unverletzt am „Internationalen Weg“ von einer Doppelstreife des Zollgrenzdienstes aufgegriffen und dem BGS Goslar übergeben.

Das Foto zeigt Rudi Schimko an der Grenzsäule der DDR, die inzwischen beschädigt in der Nähe des Fluchtweges steht.

Text/Foto: Helmut Gleuel