Upcycling
Zu Walpurgis präsentierten FÖJlerinnen und Junior-Ranger ihre Ideen und Erkenntnisse an einem Infostand am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus (Foto: Hermann Zawadski)

Upcycling: Einfälle statt Abfälle

FÖJlerinnen organisieren Upcycling-Workshop mit den Junior-Rangern

Nicht nur im Rahmen der aktuellen Europäischen Nachhaltigkeitswoche ist Upcycling gerade voll im Trend. Dabei werden Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe mit ein wenig Fantasie zu neuwertigen Produkten umfunktioniert. Anfang März widmeten sich die Junior-Ranger des Nationalparks Harz in einem Wochenendworkshop dem Thema Müll, seinen Gefahren und Folgen für die Umwelt und den Möglichkeiten, aktiv etwas dagegen zu tun.

Geleitet wurde der Workshop von Pia und Lisanne. Beide absolvieren gerade ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark Harz. Die Ergebnisse stellte die Gruppe im Rahmen des Geocaching-Müllsammelevents zu Walpurgis und beim Naturschutztag des Harzklubs im Mai einer breiten Öffentlichkeit vor. Pia und Lisanne absolvieren zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark Harz. Pia ist dabei im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg im Einsatz, Lisanne unterstützt das Bildungszentrum im selben Haus.

Anfang März organisierten beide einen Workshop für die Junior-Ranger zum Thema Müll und Upcycling

Ein ganzes Wochenende lang ging es mit acht Junior-Rangern und drei weiteren Freiwilligen ins Nationalpark-Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle.
Der Workshop startete am Samstagmorgen um 10 Uhr. Nach einer kurzen Hausführung und dem Beziehen der Zimmer sammelte die Gruppe zunächst Ideen, Gedanken und Anregungen rund um die Problematik Plastikmüll. Nach einem kalten Mittagsmampf und verdienter Mittagspause ging es weiter mit einer Leserecherche zu Folgen und Gefahren von Plastikmüll im allgemeinen und den Müll in unseren Meeren im speziellen. Daraus entstanden im Anschluss spannende Infoplakate.

Am späteren Nachmittag widmete sich die Gruppe dann dem Hauptthema des Wochenendes: dem Upcycling. Upcycling ist eine Form der Wiederverwertung. Es funktioniert ähnlich wie das Recyceln, jedoch kommt es hierbei zu einer stofflichen Aufwertung, das heißt, die Dinge werden cooler, schicker, moderner gemacht. Einfach gesagt: aus altem Schrott baut man etwas cooles Neues.

Und genau das haben die Kids auch geschafft! Mit zuvor gesammelten Materialien legten sie los. Aus alten Tastaturen, Büchern, Gabeln oder Milchkartons wurden Zeitungständer, Handtaschen, Schlüsselboards, Portemonnaies und vieles mehr. Nach einem anstrengenden Tag klang der Abend gemütlich am Lagerfeuer mit Stockbrot aus.

Am Sonntagmorgen hatten die vier Jungs und vier Mädels noch einmal Zeit, sich ihren Plakaten zu widmen und diese fertig zu stellen. Nach einer kleinen Pause ging es mit den Upcycling-Projekten weiter. Nach dem Mittagessen, Abschlussrunde und einer große Aufräum- und Putzaktion ging das Wochenende mit ein paar Spielen zu Ende.