Brieger Heimatstube

Übergabe der Betreuung der Brieger Heimatstube

Der Museumsverein übernimmt künftig die Betreuung der Brieger Heimatstube im Großen Heiligen Kreuz.

Im Jahr 1950 übernahm Goslar die Patenschaft für die aus Stadt und Landkreis Brieg vertriebenen Brieger. Alle zwei Jahre fanden traditionell in Goslar das Brieger Treffen statt, das für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine gern genutzte Gelegenheit für ein gemeinsames Wiedersehen war. Seit dem Jahr 2000 gibt es auch die Städtepartnerschaft Goslar mit dem heutigen Brzeg.

Die Historische Sammlung Brieg mit Originalurkunden und Bildern bewahrt die Geschichte für zukünftige Generationen auf. Es begann mit einer Vitrine im Rathaus, danach folgten zwei kleine Räume in der Kaiserpfalz, 1972 wurde dann die Brieger Heimatstube in der Marktstraße eingerichtet bis 1994/95 der Umzug in das Große Heilige Kreuz erfolgte.

Das Ziel der Bundesvereinigung der Brieger war es, die Historische Sammlung Brieg auf Dauer in ihrer Gesamtheit zu sichern und zu erhalten, so dass 2009 zwischen der Bundesvereinigung und der Stadt Goslar vereinbart wurde, die vereinseigene Sammlung bei Auflösung des Vereins zum Erhalt an die Stadt Goslar zu übergeben. Diese Vereinbarung wurde wirksam, nachdem 2012 die Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung aus Altersgründen die Auflösung des Vereins beschlossen hatte.

Seit dieser Zeit, hat Waltraud Schulz-Warber vom ehemaligen Vorstand der Bundesvereinigung der Brieger die sach- und fachkundige Betreuung der Sammlung bis heute weiter übernommen und ist dafür regelmäßig von Hannover nach Goslar gekommen.

Ihrem Wunsch entsprechend wurde nun mit dem aktiven Museumsverein ein Nachfolger vor Ort gefunden um die Betreuung sicher zu stellen. Waltraud Schulz-Warber überreichte nun in einer Feierstunde den Schlüssel, in Beisein des Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk an Jörg Utz Hapke, den 1. Vorsitzenden des Museumsvereins. „Heimat ist ein extrem spannendes Thema, denn Berlin hat nun ein Heimatministerium und in Westfalen Kommunale Heimatstärkung des ländlichen Raumes, denn Millionen haben beim 2. Weltkrieg die Deutsche Heimat verloren“, so der Oberbürgermeister.

In Deutschland hat es bis 1969 ein Ministerium für Vertriebene gegeben.

Wo ist heute die Heimat, wo man geboren und aufgewachsen ist? Heute haben die Menschen viele Orte als Heimat, nach dem Studium findet man eine neue Heimat. Heute werden nicht mehr viele Personen in einem Mehrgenerationenhaus groß, denn die Arbeitsplatzsituation zwingt sie dazu das Haus zu verlassen.

„Dank an die Stadt Goslar, die seit 1994 die Raum und Nebenkosten trägt“, so Waltraut Schulz-Warber. Dank Fördergeldern, konnten Vitrinen und Regale angeschafft werden, dieses hat der Sammlung gut getan. Einen Dank gab es besonders für Sigrid Wilsen, sie erstellte einen Leitfaden Führung durch die Brieger Sammlung in Goslar zusammen.

Das Ehepaar Sigrid und Harry Wilsen unternehmen auch Führungen mit den Besuchern. Anmeldungen werden durch Susanne Roßdeutscher bei der Stadt Goslar angenommen, diese werden dann dem Museumsverein weiter geleitet. „Der Museumsverein sagt Dank für das große Vertrauen das wir solche Aufgaben übernehmen können, es war im Vorstand eine schnelle Entscheidung, wir machen es“, so Jörg Utz Hapke. Am internationalen Museumstag am Sonntag, 13 Mai ist die Brieger Stube von 11 bis 17 Uhr geöffnet, um 13 und 15 Uhr, werden Führungen angeboten.

Ebenfalls am Welterbetag, Sonntag, 3. Juni, ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Der Zugang ist über die Abzucht und Worthsatenwinkel zu erreichen. Auch die Brieger Totengedenkstätte, der Brieger Turm am Breiten Tor ist auch geöffnet.