Richtfest
v. li: Zimmermeister Thomas Krause und Ortsbrandmeister Martin Kowalewsky

Richtfest für das neue Feuerwehrhaus in Immenrode

Sechs Hammerschläge, davon einer daneben, benötigte Ortsbrandmeister Martin Kowalewsky um den letzten Nagel beim Richtfest des neuen Feuerwehrhauses in den Balken zu hämmern

Zimmermeister Thomas Krause von der Holzbaufirma Meinholz verlas den Richtspruch: „Der Richtbaum grüßt als frohes Zeichen, gar weit hinaus von dieser Höhe, wo ich nach altem Brauch der Zeiten als Zimmermann hier oben stehe“. Zusammen mit dem Ortsbrandmeister wurde ein Schnaps von der heimischen Wirtschaft getrunken. Ich trink auf Architekt und Meister, auf Feuerwehr und auf die Gemeinde, auf alle treuen, guten Geister, die sich zu diesem Werk vereint.

Sofort nach den letzten Worten gab es ein Regenschauer und das Richtfest wurde in den Rohbau der neuen Fahrzeughalle verlegt

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk zeigte sich erfreut, dass die Tradition gepflegt und ein kleines Richtfest gefeiert wird. Es hat lange gedauert, bis das passende Grundstück gefunden wurde. Nachdem das Geld für den Neubau bereit stand sollte der Bau beginnen. Es macht ihn stolz, dass in allen Ortsteilen etwas bewegt wird und alles gut vorankommt, denn das Feuerwehrhaus ist ein Teil vom öffentlichen Leben und das darf nicht verloren gehen. „Wir planen für 30 bis 40 Jahre und gewissenhafter, nicht dass es nach einem Jahr wieder zu klein ist. Es wurden viele Wünsche der Ortswehr mit berücksichtigt und umgesetzt“, so der Stadtbrandmeister Christian Hellmeier.

Ortsbrandmeister Martin Kowalewsky dankte im Namen der Kameraden für die Umsetzung des Bedarfsplanes, denn zum Glück kam die Fusion mit Goslar, sonst hätte Immenrode sicherlich noch länger auf das neue Feuerwehrhaus warten müssen. Er warb für Frauen, denn es ist Platz für 20 weibliche Mitglieder, aber bedauerlicherweise gibt es in Immenrode nur eine aktive Feuerwehrfrau.

Das neue Feuerwehrhaus liegt an der B 82, zwischen Immenrode und der Mühlenbergsiedlung

Der ehemalige Rat der Stadt Vienenburg hatte 2012 im Feuerwehrbedarfsplan den Neubau beschlossen, der wurde anschließend im Gebietsänderungsvertrag festgeschrieben. Es musste erst einmal ein Standort gefunden werden, geplant war erst an der B82 am rechten Ortsausgang in Richtung Weddingen, dann an einer Baulücke Am Meierkamp und dann kam der heutige Standort in das Gespräch.

Gebaut wurde massiv nach dem Muster der Feuerwehrhäuser in Jerstedt und Hahndorf, mit einigen Änderungen. Es entstehen drei Einstellplätze für die Einsatzfahrzeuge, Schulungsraum und Sozialräumen für 45 Aktive und der Jugendfeuerwehr. Am 24. Januar 2017 erfolgte der Grundsatz- und Projektfeststellungsbeschluss durch den Rat der Stadt Goslar. Geplant waren erst Baukosten in Höhe von 1,69 Millionen Euro, diese sind durch Ausschreibungen auf 2,43 Millionen gestiegen. In der September – Ratssitzung wurde einstimmig für den verteuerten Neubau gestimmt. Das neue Gebäude ist nach einer Energiesparverordnung gebaut und außerdem sind die technischen Anforderungen an den Neubau erhöht worden. Der Bauplan sieht vor, dass im Spätherbst der Neubau fertiggestellt sein soll. In den kommenden Monaten beginnt der Innenausbau mit Elektro, Sanitär, Fenster, Türen, Putzen, Bodenbelag, Rolltore und die Pflasterung im Außenbereich. Dann erfolgt die Feuerwehr spezifische Ausstattung der Räume. Im Anschluss hatte die Ortswehr alle Teilnehmer in den Rohbau zu Getränken und Schinkenkrustenbraten eingeladen.