Pflanzenbeetanlage 
Pflanzenbeetanlage wird in Schladen erneuert

Pflanzenbeetanlage wird erneuert

Vermeintliches Streugut ist Filterkies für die neue Pflanzenbeetanlage

Auf dem Parkplatz des Freibades liegen zwei große Halden mit Kies – es ist nicht das Streugut der Gemeinde Schladen-Werla für diesen Winter, wie viele Einwohner vermuteten. Es sind aber 400 Tonnen spezieller Filterkies für die Erneuerung der Pflanzenbeetanlage im Naturbad. Bereits vor der Erneuerung der Pflanzenbeetanlage wurde die Steuerung der Anlage im Frühjahr 2019 für 12.000 Euro erneuert. Der Ersatz der alten Pumpe, die das Wasser aus dem Teich für die Anlage pumpt, hat weitere 4.000 Euro gekostet.

Bedauerlicherweise haben diese Maßnahmen nicht ausgereicht, deshalb entschloss man sich für eine große Baumaßnahme. Nach 19 Jahren musste der gesamte Kies aus der Pflanzenbeetanlage erneuert werden, es hatte sich der Wasserdurchlauf zugesetzt. Damit die Wasserqualität gewährleistet ist, hat man sich für eine Auswechslung des Kieses entschieden.
Eine Fachfirma baggerte im November die 400 Tonnen Kies aus der Pflanzenbeetanlage heraus und mit Unterstützung von drei Schladener Landwirten mit ihren Großgeräten wurde der Kies abgefahren. Als die Baggerarbeiten beendet waren, stellte man fest, dass die Abdeckfolie auch erneuert werden muss, die Wurzeln hatten in den vergangenen Jahren die Folie stark beschädigt.

Erst einmal werden etwa 300 Tonnen feiner Filterkies verarbeitet

Mitte Dezember wurde der neue spezielle Filterkies aus der Nähe des Steinhuder Meeres angeliefert. Bei mehreren Arbeitseinsätzen wurde der Kies mit einem Teleskoplader auf einen Gummiwagen verladen, beides von Schladener Landwirten bereitgestellt und dann in das Bad gefahren. Dort lud man den Kies mit einem Bagger von einem Fachbetrieb auf ein Förderband und somit die Beetanlage wieder vollgefüllt. Dabei verlegte man gleich eine neue Drainage.

Zum Abschluss wurden noch 100 Tonnen Filterkies mit gröberer Körnung auf die Pflanzenbeetanlage geschüttet. Die Kieszusammensetzung begünstigt die Mineralisierung vom organischen zum mineralischen Phosphat im Teichwasser um etwa 30 Prozent. Die gesamte Wassermenge des Badeteiches wird je nach Temperatur im Sommer in sieben bis zehn Tagen durch den Filter gepumpt.

Alle Arbeiten wurden unter der Leitung von Ingo Ahrens, von zehn Ehrenamtlichen der DLRG Ortsgruppe und Fördervereinsmitgliedern an Wochenenden unterstützt. Wie der Trägerverein mitteilte kostete die Baumaßnahme etwa 35.000 Euro. Allein der Kies kostete 17.000 Euro, die neue Folie und Abdeckflies kostete 4000 Euro. Außerdem kommen noch die Kosten für die Betreuung des Ingenieurbüros, den Baggerarbeiten und die Hilfe der Landwirte hinzu.

Erfreut ist man, dass es einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro aus dem Asse-Fon gibt. Den Rest muss der Trägerverein selbst finanzieren. Ende Januar hofft man, dass die Arbeiten beendet sind. Anschließend müssen noch die großen Fahrrinnen auf dem Gelände begradigt werden, die von den Baufahrzeugen hinterlassen wurden und die Rasenfläche neu eingesät werden.

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