Feuerwehrübung
Feuerwehrübung in einem leer stehendem Haus am Mittelring

Ortsfeuerwehr Hahndorf führt Brandschutzübung durch

Hauptziel der Übung war die Menschenrettung

Die Feuerwehr Hahndorf führte eine Alarmübung zusammen mit der Feuerwehr Goslar, dem 1. Löschzug der Stadtfeuerwehr Goslar, Einsatzkräften aus Jerstedt, Immenrode und Weddingen und dem Fachzug des DRK-Goslar durch. Hauptübungsziel war „Menschenrettung“, so Stadtbrandmeister Christian Hellmeier, er war aufmerksamer Beobachter des ganzen Übungsablaufes. Einsatzleiter der Alarmübung war Hahndorfs Ortsbrandmeister Jens Warnecke.

In einem leerstehenden Haus im Mittelring, in unmittelbarer Nähe des alten Feuerwehrgerätehauses, war ein „Brand“ gemeldet worden. Die Alarmierung erfolgte um 18.18 Uhr. Bereits um 18.24 Uhr war das erste Fahrzeug vor Ort, dichte Rauchwolken kamen schon aus den Fenstern. Mit Atemschutz betraten die Einsatzkräfte das Haus, nach acht Minuten war die erste vermisste Person gefunden und um 18.56 Uhr konnte die Menschenrettung beendet werden. Es wurde an zwei Seiten gerettet. Im Hintereingang, in einer schmalen Gasse, hatte sich die Drehleiter aus Goslar positioniert, sie rettete drei Personen (Puppen) aus dem Obergeschoss.
Es war unklar, wie viele Personen sich im Haus befinden, daher wurden alle Räume systematisch mit der Wärmebildkamera abgesucht. Insgesamt neun Verletzte konnten dem Rettungsdienst übergeben werden. Einige Verletzte versuchten wieder in das Haus zurückzulaufen, weil sie noch Mitbewohner vermissten.

Übungsziel wurde erreicht

Vom Einsatzleitwagen aus wurde der Ablauf genau koordiniert und alle Abläufe an der Schautafel festgehalten. Die Polizei nahm die Verkehrsregelung vor und sperrte die Zufahrt zu dem Übungsprojekt. „Das Übungsziel wurde erreicht, es war alles realistisch und die Zeiten waren gut“, so der Stadtbrandmeister bei der Nachbesprechung. Intern wird es noch in den einzelnen Ortswehren und im Löschzug besprochen. „Der Aufbau der Drehleiter in der Gasse hat viel Zeit gekostet, weil dort private PKW geparkt hatten. Deshalb hat der Platz für die Drehleiter gefehlt, eine Riegelstellung wäre besser gewesen“, so ein Beobachter. Die Wasserversorgung hat optimal geklappt, erst aus den Tanklöschfahrzeugen und dann aus den verschiedenen Hydranten. Die Verkehrssicherung hätte schneller gehen müssen, es sind immer noch PKW zu Beginn der Übung durchgefahren, so Jürgen Koch.

Insgesamt waren elf Fahrzeuge der Feuerwehr, vier des DRK und etwa 75 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt.
Zum Anschluss wurden alle Teilnehmer zu einem Imbiss auf die Feuerwache in Hahndorf eingeladen.