Neujahrsantrunk

Neujahrsantrunk im Weddinger Dorfgemeinschaftshaus

Im Namen der ortsansässigen Vereine und Verbände aus Weddingen hatte Ortsvorsteher Gerd Schäfer zum Neujahrsantrunk 2020 in den oberen großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses eingeladen

Er konnte den Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, die Ortsvorsteher Eckhard Wagner (Immenrode) und Martin Mahnkopf (Vienenburg), Pfarrerin Dagmar Hinzpeter, Stadtratsmitglieder, Kreistagsmitglieder, Vertreter von Vereinen und Verbänden sowie Bürgerinnen und Bürger begrüßen. Der Ortsvorsteher dankte der Stadt Goslar für die Fertigstellung der Dorferneuerung für 1,5 Millionen Euro und den lang ersehnten Bau einer Überquerungshilfe über die B 82. Er bedauerte, dass der Kinderspielplatz am Sportplatz geschlossen wurde. War aber erfreut, dass der Spielplatz am Gerätehaus saniert und außerdem erweitert wurde.

Dank gab es auch für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, sie errichteten in Eigenleistung den Anbau am Feuerwehrgerätehaus. Die Stadt bezahlt mit 25.000 Euro die Materialkosten. Im April soll Einweihung gefeiert werden. Schäfer berichtete über geplante Veranstaltungen in Weddingen. Anfang Mai wird wieder der Dorfmarkt am Dorfgemeinschaftshaus bis Ende Oktober beginnen. Das Heimatkuhlenfest findet am 20. Juni statt. Zum Bürgerfrühstück wird im Sommer wieder auf dem neuen Dorfplatz eingeladen.

Eine neue Schautafel wurde in Richtung Harly aufgestellt. Dort ist zu sehen, wie aus Flachs Leinen wird, in Erinnerung an eine alte bäuerliche Kulturtechnik. Die Idee für dieses Projekt stammt von Ortsheimatpflegerin Margitta Schmidt und ihrem Mann Volker Schmidt, der bei der handwerklichen Umsetzung half. Das Vorhaben wurde in Höhe von 500 Euro aus dem Ehrenamtsfonds der HARZ ENERGIE finanziert. Eine Bereicherung für das Dorf sind auch die jährlichen Treffen der Bikerfreunde Goslar auf dem Sportplatz. Hierzu kommen Motorradfahrer für drei Tage aus dem ganzen Bundesgebiet angereist.

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk zeigte sich erfreut, dass bei großen Themen ein Grundkonsenz im Rat bestehe. Ohne große Diskussion sind die Investitionen für die Feuerwehr verabschiedet worden, die vorher im Ausschuss erarbeitet wurden. Bedenklich sieht der Oberbürgermeister die Entwicklung der Vereine, viele Vorsitzende haben schon ein hohes Alter erreicht. Auch der Altersdurchschnitt des Rates liegt zehn Jahre höher als der Einwohnerdurchschnitt.

Radweg sorgt für angeheizte Atmosphäre

Anschließend konnte, wer wollte, Grußworte sprechen, dies tat der Einwohner Horst Pönitz: “Ich habe mich nach dem Antrag der CDU auf den Radweg von Weddingen zur Wedde in Richtung Vienenburg gefreut. Aber ein Grüner und ein Bio-Bauer haben das bei der Kreistagssitzung abgelehnt. Seid Ihr Weddinger oder nicht?“. Der Ortsvorsteher wollte eigentlich keine politische Diskussion beim Empfang, aber die kam bedauerlicherweise doch auf. Holger Plaschke (Grüne): „Der Radweg steht im Landes Radwegeplan und der Antrag besteht, deswegen habe ich dagegen gestimmt“. Auch der zweite angesprochene Gegenstimmer, Detlef Vollheyde von der Bürgerliste, meldete sich zu Wort: “Finanziell ist nicht das Land, sondern der Kreis zuständig, aber der Kreis muss Geld sparen, denn mit dem Schulzentrum Goldene Aue sei der Landkreis finanziell stark belastet”. Nun gab der Antragsteller Lutz Schröder (CDU) noch ein Statement ab: „Wir warten 32 Jahre nach dem Neubau der Straße auf den Weiterbau des Radweges ab dem Ortsschild, aber wir haben noch zwei andere Radwege im Landkreis unterstützt, wo der Landkreis mit der Planung eingebunden ist“. Martin Mahnkopf (SPD) schlug vor, demnächst eine Podiumsdiskussion zum Thema Radweg abzuhalten, hierzu sind alle Kreistagsabgeordneten aus Alt-Vienenburg eingeladen.

Bei einem Glas Sekt und anderen Getränken sowie einen Buffet konnten alle Weddingerinnen und Weddinger sowie Gäste weiter nette Gespräche führen.