Neue Schautafel am Rotteweg
(von li.): Volker Schmidt, Margitta Schmidt und Gerd Schäfer

Neue Schautafel am Rotteweg in Weddingen

Wie aus Flachs Leinen wird

Am Ende des Rotteweges in Richtung Harly finden interessierte Spaziergänger nun eine neue Schautafel zu den Flachsrotten, die dem Rotteweg seinen Namen gaben und längst in Vergessenheit gerieten. Die Schautafel erinnert an die alte bäuerliche Kulturtechnik, wie aus Flachs Leinen wird. Die Idee für dieses Projekt stammt von Ortsheimatpflegerin Margitta Schmidt und ihrem Mann Volker Schmidt, der bei der handwerklichen Umsetzung half. Gefördert wurde das Vorhaben in Höhe von 500 Euro aus dem Ehrenamtsfond der HARZ ENERGIE, vermittelt durch den Ortsvorsteher von Weddingen Gerd Schäfer. Als Grundlage für die Schautafel diente ein kleines handgeschriebenes und von Hand skizziertes Büchlein, in dem die 1988 verstorbene Weddingerin Sigrid Schmidt den Weg von der Flachsernte bis zum fertigen Garn zu Papier brachte. Der Flachsanbau und die Verarbeitung von Flachsfasern zu Garn und weiterhin zu Leinen wurde auch in Weddingen über lange Zeiträume praktiziert.
Die Flachsrotten befanden sich in der Nähe der Wedde und sind heute nicht mehr zu sehen. Lediglich der Name Rotteweg erinnert an sie. Sowohl damals als auch heute zählt handgewebtes Leinen noch immer zu einem der edelsten Stoffe. An diese alte Handwerkskunst soll mit der Tafel erinnert werden.