JHV Freiwillige Feuerwehr Vienenburg
Der stellvertretende Ortsbrandmeister Wolfram Traeger, die Geehrten und die Beförderten

JHV der Freiwilligen Feuerwehr Vienenburg

Wilhelm Schwanz für 75-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet

Eine außergewöhnliche Auszeichnung für 76 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr konnte Oberlöschmeister Wilhelm Schwanz auf der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Vienenburg entgegennehmen. Wilhelm Schwanz wurde von Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und Stadtbrandmeister Christian Hellmeier mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen für 75-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr konnte der Geehrte die Auszeichnung aus Krankheitsgründen nicht in Empfang nehmen.
Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges im Jahr 1944 trat er als dritte Generation in die Wehr ein. Anfang der 60er Jahre übernahm er die Funktion als Gruppenführer bis zum Jahr 1977. Er konnte viele Erfolge mit der Gruppe auf Kreis- und Bezirksebene erzielen. 25 Jahre war Illi im Ortskommando tätig.
Ein Höhepunkt war die Abholung des TLF 16 aus Karlsruhe, in diesem Fahrzeug ist Illi die meisten Einsätze gefahren, denn durch seine Wohnortnähe zum Gerätehaus war er immer einer der ersten beim Einsatz. Insgesamt acht Ortsbrandmeister hat Wilhelm Schwanz in den 76 Jahren miterlebt.

Wilhelm Schwanz wird für 76-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet

 

Weitere Auszeichnungen:
Mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen für Verdienste im Feuerwehrwesen wurden Hauptbrandmeister Michael Jahn und Hauptfeuerwehrmann Gerald Möker für 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Befördert wurden folgende aktive:
Christian Heskamp (Oberbrandmeister)
Fabio Roberto und Jan Bruer (beide Oberlöschmeister)
Kim Robin Wölleke und Christoph Döcke (beide Hauptfeuerwehrmann)
Sören Reineke und Daniel Hildmann (beide Oberfeuerwehrmann)
Lilly-Marie Woitaschek (Feuerwehrfrau) und David Hildmann (Feuerwehrmann)

Wolfram Traeger, stellvertretender Ortsbrandmeister der Schwerpunktfeuerwehr Vienenburg, gab einen Jahresrückblick

Insgesamt 172 mal kam die Wehr zusammen, aufgeteilt in 42 Dienstabendausbildungen, 19 Versammlungen, 26 Brandeinsätze, 28 Hilfeleistungen und 57 Sonstige Dienste und Veranstaltungen.

Die Brandeinsätze waren ein gemeldetes Gebäudefeuer, neun Minuten nach Neujahr am Penny Markt, zum Glück war es nur eine trockene Hecke am Gartenzaun. Bei einer Schrotthandlung brannten ein mit Plastikresten beladener Container und ein Förderband, sowie ein Flächenbrand und ein brennender Baum. Dazu kamen noch drei Heimrauchmelder, achtmal Auslösung der BMA und drei Osterfeuer.

Bei den Hilfeleistungen gehörten einige Verkehrsunfälle, sechs Notfalltür Öffnungen, dreimal der steckengebliebene Fahrstuhl am Bahnhof und zwei Wasserschäden, zu den Einsatzschwerpunkten.

Grußworte

Oberbürgermeister Dr. Junk berichtete von sinkenden Bevölkerungszahlen, dass in Goslar bei etwa 300 Geburten über 700 Sterbefälle stehen. Er hoffe, dass sich das in den kommenden Jahren nicht auf die aktiven Einsatzkräfte niederschlägt. Er lobte die exzellent ausgebildeten elf Ortswehren und den modernen Fuhrpark der Ortswehren mit 43 Fahrzeugen im Stadtgebiet.

Stadtbrandmeister Christian Hellmeier konnte noch keine genauen Zahlen sagen, aber die Einsatzzahlen sind angestiegen. Im Augenblick gibt es keine Nachwuchsprobleme, es gibt eine Kinder- und acht Jugendfeuerwehren im Stadtgebiet. Mit 500 aktiven, drei Musikzügen und Altersabteilungen, kommt man im Stadtgebiet auf 900 Uniformierte.

In Vienenburg wurde eine 400 Quadratmeter große Halle zu Lagerzwecken für den abwehrenden Hochwasserschutz im ganzen Stadtgebiet angemietet. Die Ortsfeuerwehr Vienenburg hat zwei neue Fahrzeuge erhalten – nur drum herum müsste etwas geschehen, deshalb sind im Haushalt schon Planungskosten für ein neues Feuerwehrhaus enthalten.

Kreisbrandmeister Uwe Fricke berichtete vom hohen Einsatzaufkommen im vergangenen Jahr. Vier Großbrände, Gefahrgutunfälle, zahlreiche belastende Einsätze und Großflächenbrände. Der Landkreis und die Stadt Goslar haben viel Geld für den Hochwasserschutz investiert. Außerdem wurde ein Arbeitskreis Waldbrand im Landkreis Goslar gegründet.

Ortsvorsteher Martin Mahnkopf dankte den Jubilaren für die lange Dienstzeit, er ist stolz auf das soziale Engagement. Besonders beim Seefest und den Veranstaltungen auf der Burg, dem Maibaum aufstellen – es wäre ohne die Feuerwehr nichts mehr zu veranstalten.

Die Schlussworte sprach das Mitglied der Jugendfeuerwehr, Karo Holzheuer.

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