Abbenrode
Gruppenfoto mit allen Geehrten und Beförderten auf der Jahreshauptversammlung (v. links) Bürgermeister Gerald Fröhlich, stellv. Gemeindewehrleiter Matthias Klie, Michael Schulz, Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse, Uwe Regber, Steffen Wiese, Bianca Lumme, Sascha Hartmann, Matthias Kerwel, Sebastian Strutz, Sandra Albrecht, Stephan Manger, Laura Lumme, Karl-Rainer Böthel und Ortswehrleiter Marco Allwardt. - (sitzend) Ehrenwehrleiter Günter Stieler

FFW Abbenrode – emotionaler Rückblick auf ein einsatzreiches Jahr

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Abbenrode

Im Januar hielt der Orkan Friederike die Einsatzkräfte in Atem, im Sommer war es die ungewöhnlich lange Trockenperiode. 38 Einsätze soviel wie nie zuvor, mussten im vergangenen Jahr bewältigt werden.
Zu der Jahreshauptversammlung 2019 hatte die Ortsfeuerwehr Abbenrode und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Abbenrode am 2. Februar ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Zahlreiche Gäste und befreundete Feuerwehren, Vertreter von Vereinen, vom Feuerwehrverband und von der Verwaltung nahmen an der Versammlung teil und folgten den Ausführungen von Ortswehrleiter Marco Allwardt und der einzelnen Abteilungen.

Mit einer Gedenkminute für unsere im letzten Jahr verstorbenen fördernden Mitgliedern Thomas Stock und Frank Dehne wurde die Jahreshauptversammlung eröffnet.
In seinen Ausführungen gewährte Ortswehrleiter Marco Allwardt einen Einblick in die ehrenamtliche Arbeit im vergangenen Jahr. Zu 38 Einsätzen, davon 19 Hilfeleistungen, 17 Brandeinsätzen und 2 Fehlalarmen wurde die Freiwillige Feuerwehr 2018 alarmiert. Zum Vergleich 2017, waren es 18 Einsätze, zu denen die Einsatzkräfte alarmiert wurden.
Am 18. Januar tobte Orkan Friederike über Abbenrode und sorgte für zahlreiche umgestürzte Bäume und Gefahrenstellen, die beseitigt werden mussten.
Im Februar kam es zu einen Schornsteinbrand in Abbenrode, durch das umsichtige Handeln konnte Schlimmeres verhindert werden.
Im April und Mai blieben die digitalen Meldeempfänger stumm, bevor ab den Juni die lange Trockenheit ihre Auswirkungen zeigte.
Zu Flächenbränden ging es nach Wasserleben, Veckenstedt und Schmatzfeld, am 20. Juli stand in Abbenrode an der Osterwiecker Straße ein 5 Hektar großes Weizenfeld lichterloh in Flammen. Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren aus Lochtum, Stapelburg, Veckenstedt und Ilsenburg und den sofort herbeieilenden Landwirten konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden und eine Ausbreitung verhindert werden. Ein paar Tage später brannte bei Veckenstedt erneut ein Stoppelfeld.
Am frühen Abend des 9. August kam es in Veckenstedt zu einem Scheunenbrand. Schon bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Scheune in Vollbrand und brannte vollständig ab. Das angrenzende Wohnhaus und umliegende Häuser konnten vor den Flammen geschützt werden. Bei hochsommerlichen Temperaturen noch am Abend ein kräftezehrender Einsatz.
Anfang September kam es im Nationalpark zu einem Waldbrand, zu dem auch die Freiwillige Feuerwehr Abbenrode angefordert wurde. Über Stock und Stein ging es zu Fuß mehr als einen Kilometer in den Wald, um den Brand zu bekämpfen.
Am Morgen des 18. Oktober brannte am Sandbrink in Abbenrode eine Strohdieme mit 600 Strohballen. Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren aus Lochtum, Stapelburg, Veckenstedt und Ilsenburg konnte eine Ausbreitung verhindert werden. Mit einem Teleskoplader der Firma Bagger-Friehe wurde das Stroh auseinandergeschoben und brannte kontrolliert ab.
Vier Tage später brannte es erneut, in Wasserleben standen zeitgleich zwei Strohdiemen in Flammen.
Zu ihren letzten Einsatz 2018 wurde die Freiwillige Feuerwehr Abbenrode am 11. Dezember nach Wasserleben alarmiert, hier kam es zu einem Wohnungsbrand.
Bezeichnend für das vergangene Jahr ist, dass der letzte Einsatz auch ein Brandeinsatz gewesen ist.

Aber nicht nur Brände forderten die Einsatzkräfte

Zu 19 technischen Hilfeleistungen wurde die Feuerwehr Abbenrode 2018 alarmiert. Zweimal wurde der Rettungsdienst unterstützt, zu 6 Verkehrsunfällen kam es, auch auf der B6n, eine Ölspur musste beseitigt werden. 9 Einsätze infolge des Orkans Friederike und ein sonstiger Einsatz komplettierten 2018.

Trotz der zahlreichen Einsätze wurde die Aus- und Fortbildung nicht vernachlässigt, um die Feuerwehrfrauen und -männer bestens geschult und optimal auf die Einsätze vorzubereiten, denn „Nur ein ausgebildeter Feuerwehrmann ist ein guter Feuerwehrmann bzw. -frau”, um im Notfall schnell und professionell Hilfe zu leisten und um gesund von den Einsätzen zurückzukehren.
Bei 37 Ausbildungsdiensten wurden in Theorie und Praxis das Wissen in den verschiedenen Fachbereichen gefestigt, unter Einsatzbedingungen wurden komplexe Ausbildungsthemen geübt.

Zum Dienstalltag gehört es genauso die Hydranten und die Löschwasserentnahmestellen zu überprüfen und sich an Schwerpunktobjekten über den Brandschutz zu informieren.

Am 2. Juli fand eine Vorführung von Weber Rescue im Gewerbegebiet statt, wo den Nordharzer Feuerwehren die neusten Rettungstechnologien präsentiert wurden und sie jeder auf Herz und Nieren testen konnte.

In der Einsatzabteilung sind derzeit 6 Frauen und 21 Männer ehrenamtlich aktiv tätig, in der Altersabteilung sind eine Kameradin und sechs Kameraden vertreten, die den aktiven Kameraden mit Rat und Tat zur Seite stehen. In der Jugendfeuerwehr sind unter Marco Würz, 2 Mädchen und 7 Jungen aktiv tätig.

Abwechslungsreiches Jahr für die Jugendfeuerwehr

Für die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr war das vergangene Jahr ein spannendes und abwechslungsreiches Jahr. Höhepunkte des Jahres waren der Verbandsorientierungsmarsch in Darlingerode, das Verbandsjugendzeltlager vom 28. Juni bis 1. Juli in Elend, der Nordharzer Jugendfeuerwehrcup in Langeln mit dem dritten Platz in der Altersklasse 14-17.

Zum 22. Herbstfeuer der Jugendfeuerwehr kamen am 20. Oktober wieder zahlreiche Gäste. Das Herbstfeuer wurde 1997 von Jugendwart Jörg Schillig und seinem Team ins Leben gerufen und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit.

Nach einem ereignisreichen Jahr ging es für die Mädchen und Jungen, gemeinsam mit der Schützenjugend, ins Jumphouse nach Braunschweig um sich so richtig auszutoben.

Für die Freiwillige Feuerwehr Abbenrode ist die Jugendarbeit sehr wichtig, was Jugendwart Marco Würz ausdrücklich betont, um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Deshalb gibt es seit 25 Jahren die Jugendfeuerwehr Abbenrode, denn die Jugendlichen von heute sind die Retter von morgen. Die Jugendfeuerwehr Abbenrode sucht deshalb Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 16 Jahren für ihr Team.

Alle zwei Wochen am Samstag findet der Jugenddienst im Jugendraum neben dem Feuerwehrgerätehaus statt. Es wird Feuerwehrwissen vermittelt, Übungen absolviert, der Teamgeist gefördert, spannende Ausflüge unternommen und packende Wettkämpfe gemacht. Der Spaß steht dabei immer im Vordergrund.

Die Jugendfeuerwehr Abbenrode lädt alle interessierten Kinder und Jugendlichen ein, einmal an einem Übungsdienst vorbei zu schauen und mitzumachen.

Die Kameradinnen und Kameraden helfen wo sie können

Auch neben den zahlreichen Einsätzen und Ausbildungen gibt es für die Kameradinnen und Kameraden immer vielfältige Aufgaben zu meistern.
Bei dem Mühlenfest und beim Advent in der Mühle halfen die Kameradinnen und Kameraden dem Heimatverein wieder aktiv mit. Der Zusammenhalt in Abbenrode wird allgemein großgeschrieben, so wird sich uneigennützig und untereinander schnell geholfen, so kann jeder auf den anderen zählen.

Gemeindewehrleitung und Förderverein gaben einen kleinen Überblick

In dem Bericht der Gemeindewehrleitung, gab der stellvertretende Gemeindewehrleiter Matthias Klie einen Überblick über die Einsätze, die Ausbildungen, die Veranstaltungen und die Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Nordharz.

In seinem Bericht gab der 1. Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Abbenrode, Andreas Wellge, einen Einblick in die Aktivitäten und in die Schwerpunkte wofür sich der Förderverein einsetzt. Der Förderverein unterstützte die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden beachtlich, gerade beim Oster- und Herbstfeuer. Andreas Wellge bedankte sich ausdrücklich für die Hilfsbereitschaft der Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr bei beiden Veranstaltungen. Über eine ständig steigende Mitgliederzahl freut sich Andreas Wellge besonders, 124 Mitglieder unterstützen derzeit im Förderverein die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Abbenrode. Er spricht allen seinen herzlichsten Dank aus, die uns mit Spenden und ihren Beiträgen unterstützt haben. In diesem Jahr unterstützt der Förderverein bei dem Kauf einer neuen Küche und bei der Anschaffung neuer Shirts und Jacken.

Eine nicht alltägliche Ehrung

Einen besonderen Rahmen bot die Jahreshauptversammlung für eine nicht alltägliche Ehrung. Mit einer feierlichen und emotionalen Zeremonie wurde Ehrenwehrleiter Günter Stieler für seine 70-jährige Mitgliedschaft in der Freiwillige Feuerwehr Abbenrode geehrt.

Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse, gleichzeitig auch Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes, überreichte Günter Stieler für seine 70-jährige Mitgliedschaft und für seine Verdienste um den Brandschutz den Ehrenstern des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt.

Mit 15 Jahren im September 1949 trat Günter Stieler der Freiwilligen Feuerwehr Abbenrode bei und engagierte sich aktiv für den Brandschutz. Am 1. Mai 1969 übernahm er als Wehrleiter die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr. Er baute in seiner Zeit als Wehrleiter eine gut ausgebildete und einsatzbereite Feuerwehr auf. In den Jahren nach der Wende stellte er die Weichen für die Zukunft, bevor er im Februar 1994 die Funktion des Wehrleiters, an Hermann Lumme übergab.

Für seine Verdienste um die Feuerwehr Abbenrode und für seine 25-jährige Funktion als Wehrleiter wurde Günter Stieler am 4. Februar 1995 zum Ehrenwehrleiter ernannt. Am 18. April 1995 wurde er mit dem goldenen Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

Einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben und Ziele gab Ortswehrleiter Marco Allwardt

Die Ausbildung soll 2019 intensiviert werden, um stets bestens auf Einsätze vorbereitet zu sein.
Bei seinem Schlusswort dankte Ortswehrleiter Marco Allwardt allen Kameradinnen und Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft und die geleistete Arbeit und den Familien für ihr Verständnis und Unterstützung. Auch gilt der Verwaltung und der Gemeindewehrleitung unser herzlichster Dank, die bei Sorgen und Problemen immer ein offenes Ohr haben und hilfsbereit zur Seite standen.

Ehrungen und Beförderungen

10 Jahre

  • Stephan Manger
  • Sascha Hartmann
  • Toni Stolte
  • Enrico Diebel
  • Steffen Elcesser
  • Dirk Gratias
  • Anja Gratias
  • Jörg Marquardt
  • Ronald Mahlert
  • Horst Strutz
  • Robert Böttner
  • Christian Barheine

20 Jahre

  • Sandra Albrecht
  • Friedhelm Bormann
  • Andreas Deutsch
  • Jens Maneke
  • Karl Rainer Böthel
  • Gerald Gabei

30 Jahre

  • Bernd Wiese

40 Jahre

  • Mario Gräf

70 Jahre

  • Günter Stieler

Feuerwehrmann

Sascha Hartmann

Oberfeuerwehrmann/frau

• Bianca Lumme
• Laura Lumme
• Uwe Regber

Hauptfeuerwehrmann

• Stephan Manger

Löschmeister

• Sebastian Strutz
• Matthias Kerwel

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