Wochenmarkt

Der Wochenmarkt kehrt zurück nach Vienenburg

Einen waren Ansturm von Besuchern erlebte der Vienenburger Wochenmarkt um 14 Uhr bei der Premiere

Der Markt war im August 2018 aufgrund mangelnder Frequenz und einem Rückzug der Marktbeschicker eingestellt worden. Acht Betreiber hatten sich nach einer Besprechung bei der GOSLAR marketing gmbh zusammengefunden und bieten nun ihre Produkte wieder regelmäßig, alle vier Wochen auf dem Vienenburger Marktplatz an.

In ganz kurzer Zeit wurde von der Stadt Goslar die erneute Beantragung des Marktes genehmigt

„Wir freuen uns über die Aktivität der Händler, erneut an einem Wochenmarkt teilzunehmen und hoffen, dass die Vienenburger den Markt gut annehmen werden“, erklärt Mathias Derlin, Geschäftsführer der GOSLAR marketing gmbh. Es waren sieben Marktbeschicker gekommen, fünf davon waren schon vor der Schließung des Marktes in Vienenburg aktiv.

Viele Marktbesucher waren extra gekommen, um am Fischwagen etwas zu kaufen – dieser musste aber aus personellen Engpässen leider kurzfristig absagen. Zu den Beschickern gehörten ein Stand mit Obst und Gemüse, zweimal Fleisch und Wurst, einen mit Oliven und Schafskäse, Kartoffeln, Honig sowie ein Imbiss-Stand. Einige Standbetreiber nehmen lange Anfahrtszeiten in Kauf, so wie der Stand mit griechischen Spezialitäten, er kommt aus Sarstedt angereist, er verkauft am Vormittag auf dem Bad Harzburger Markt. Auch der Wagen mit Kartoffeln und Zwiebeln fährt erst 100 km – er stammt aus dem Bördekreis bei Magdeburg, Christian Klinder ist erst am Donnerstagvormittag in Ilsenburg, dort ist alle vier Wochen Markt. – Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk zählte zu den Gästen, stärkte sich und kaufte ordentlich ein.

Mit dem Fahrrad kam Ralph Huxholl (65) aus Lochtum angefahren, er hat früher schon den Markt besucht und will es auch in Zukunft machen, ihm hatte es besonders der Bratwurststand von Robert angetan. Das Ehepaar Hagedorn aus Goslar-Ohlhof hat in der Zeitung vom neuen Markt gelesen, leider war der Fischwagen nicht da, sie fahren öfters zu Märkten, so nach Braunschweig oder Wolfenbüttel. In vier Wochen wollen sie wieder kommen, denn sie besitzen in Vienenburg noch einen Schrebergarten. Auch Gerlinde Bruch (65) aus Vienenburg findet es gut, dass der Markt wieder belebt ist, denn sie kauft Gemüse, Wurstwaren und gerne Fisch ein, sie kommt in vier Wochen wieder. Robert Lammert mit seinem Imbisswagen meint: „Ich bin überzeugt, dass der Markt wieder gut angenommen wird, ein Markt lebt nur von den Bürgern.” Er hofft, dass alle mitmachen – bis Oktober wird er die Anlaufstelle, seinen Imbisswagen, auf dem Marktplatz platzieren.

In vier Wochen wird das Angebot um drei Marktbeschicker erweitert, es soll ein Blumenstand hinzukommen, ein italienischer Spezialitätenstand und die Verhandlungen mit einem bekannten Fischwagen sind am Laufen. Die Marktbetreiber sind erst einmal von den Standgebühren befreit, nur der Strom muss bezahlt werden und die Müllentsorgung tragen auch alle selbst. Für Mathias Derlin, Geschäftsführer der GOSLAR marketing gmbh ist es kein Problem, dass der Markt am Nachmittag ist, denn früher sind die Hausfrauen am Vormittag auf den Markt gegangen, das Familienleben hat sich geändert, viele gehen am Vormittag arbeiten und kochen am Abend. Er hofft, dass der Markt gut angenommen wird, wie es dann in der kalten und dunklen Jahreszeit wird, ist schwer zu sagen.

Alle Marktbeschicker waren mit dem Umsatz zufrieden und wollen alle wiederkommen. Wenn noch drei Verkaufsstände hinzukommen, dann könnte ein Kreis geschlossen werden und ein gutes Marktbild darstellen, so das Resümee am ersten Tag.

Auf ein Neues, am Donnerstag, 2. Mai ist wieder Markttag von 14 bis 18 Uhr.