Hochwasserschutz im Wald

Wann:
14. Februar 2019 um 19:00
2019-02-14T19:00:00+01:00
2019-02-14T19:15:00+01:00
Wo:
Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Erzwäsche 1
37444 St. Andreasberg
Deutschland
Kontakt:
05582 923074

„Hochwasserschutz im Wald“

Bruno Scheel vom NABU Niedersachsen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Problem der Regenwasserrückhaltung in den Wäldern. Ebenso hat er eine Lösung entwickelt, wie die Sedimentrückhaltung im Wald umgesetzt werden kann – ein wichtiger Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz.

Die verstärkt auftretenden Überschwemmungen im Harzvorland sind auch darauf zurückzuführen, dass jeder versucht, das anfallende Wasser möglichst schnell durch sein Gebiet zu führen. Doch hierdurch werden die flussabwärts liegenden Gebiete verstärkt von Hochwasser bedroht. Das von ihm eingesetzte System von Grabentaschen und Wegseitentümpeln vermindert diese Bedrohungen und hilft außerdem den Amphibien bei ihrem Überlebenskampf.

Herr Scheel zeigt hiermit einen Weg auf, wie hier mit veränderten Wegseitengräben ein verzögerter Wasserabfluss erreicht werden kann und wie Hochwasserspitzen leicht abgeschnitten werden können. Außerdem fördert dieses System die Grundwasserneubildung, die Bildung von Kleingewässern und das Waldklima wird regional feuchter. So entstehen mit recht einfachen Möglichkeiten permanente und temporäre Gewässer. Herr Scheel hat dieses System im Duinger Wald (Forstamt Grünenplan) mit 309 Grabentaschen und Wegseitentümpeln auf 10 km erfolgreich getestet.

Vielleicht erhalten wir auf diesem Wege eine Teillösung für die permanenten Bedrohungen im Vorharzbereich. Die Goslarer Umweltverbände und das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg wollen mit diesem Vortrag auf bisher kaum genutzte Möglichkeiten hinweisen, um in Zeiten des Klimawandels die immer wiederkehrenden Bedrohungen durch das Wasser nachhaltig zu vermindern.

Für die Teilnahme wird keine Gebühr erhoben, angemessene Spenden sind jedoch willkommen.