Mettwurstessen

19. Mettwurstessen im Heimatmuseum

Der Heimatmuseumverein Vienenburg hatte am Fastnachtstag zum 19. Mettwurstessen eingeladen

Der 1. Vorsitzende Hans-Joachim Bienert konnte über 30 Männer in traditioneller Bekleidung – weißes Hemd, rotes Halstuch, schwarzer Zylinder – im Heimatmuseum begrüßen. Im vergangenen begrüßte Hans-Joachim Bienert alle Gäste damit, dass sie den Abend genießen sollen, “denn es wird das letzte Mal sein, das man sich in dem bewegten Gebäude zum Mettwurstessen trifft. In dem historischen Gebäude war schon eine Näherei, Druckerei und viele Jahre war es ein Gebäude der Grundschule. Voraussichtlich in der zweiten jahreshälfte geht es mit dem Museum in das historische Bahnhofsgebäude. Das lästige Treppensteigen ist dann für die Gäste vorbei, im Bahnhof wird alles ebenerdig sein. Für das Mettwurstessen würde sich dann der Kaisersaal anbieten. Die im Bahnhof untergebrachte Bücherei wird dann in das Rathaus umziehen, das ist nun alles erst einmal Vergangenheit.”

In diesem Jahr fiel die Begrüßung ganz anders aus, denn wenn die Bücherei in das ehemalige Rathaus ziehen würde, müsste nach Niedersächsischer Bauordnung ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Da die Bücherei in der 1. Etage ihr neues Zuhause finden soll, müsse ein Aufzug gebaut sowie ein zweiter Rettungsweg geschaffen werden. Die Kosten würden 570.000 Euro betragen.
Eine Sanierung des bisherigen Heimatmuseums würde 220.000 Euro kosten, das wäre eine Fehlinvestition, denn das Gebäude befindet sich in einer schlechten Lage, so Bienert. Er sieht es immer noch für sinnvoll an, mit in den Bahnhof zu ziehen und mit dem Eisenbahnmuseum zusammen zu arbeiten.

In den kommenden Jahren wird das Heimatmuseum wohl in der Schulstraße bleiben.

Bienert erinnerte daran, dass man vor 19 Jahren einmal mit 9 Personen angefangen hat, zwischendurch waren es schon 60 Gäste beim Mettwurstessen im Heimatmuseum.
Ortsheimatpfleger Herbert Müller kritisierte, dass viele Vereine ein Mettwurstessen anbieten, aber wir müssen es so hinnehmen wie es ist. Aber in dem kleineren Kreis haben wir auch schon schöne Stunden verbracht.
Jeder Gast brachte seine Mettwurst mit, die wurden dann in eine große Molle gelegt. So konnte untereinander probiert werden oder gerätselt werden, von wem die Mettwurst stammt.
Die Vereinsmitglieder und einige Gäste (Andreas Weihe, Günther Mittrach und Dominic Pohle vom Heimatverein Abbenrode) ließen sich die mitgebrachten, verschiedenen Mettwürste sowie die geistigen Getränke schmecken. Der Abend wurde durch viele humorvolle Beiträge unterhaltsam gestaltet, z.B. von Hans-Jürgen Stanikowski.