| Katholische Frauengemeinschaft (kfd) feiert 100. Geburtstag (Veranstaltungen) vom 26.07.2010 - 11:36 Uhr |
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Vor 100 Jahren schlossen sich katholische Mütter zum „Christlichen Mütterverein“ zusammen. Dieses feierte der inzwischen unter dem Namen „Katholische Frauengemeinschaft“ bekannte Verein.
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WIEDELAH. Die Gründerin der katholischen Frauengemeinschaft war Anna Dombrowski. Die bischöfliche Urkunde zu diesem Anlass trägt das Datum vom 13. Juni 1910. „Wir hätten das Jubiläum auch gerne schon im Juni gefeiert, hatten aber für diesen Tag keinen Geistlichen bekommen können, der den Festgottesdienst hält“, erklärt die 1. Vorsitzende Barbara Kapaun. Von 1939 an durften sich die Frauen nur noch im NS-Frauenwerk und in der NS-Frauengemeinschaft organisieren. Deshalb nahmen die Frauen ihre Arbeit erst nach dem zweiten Weltkrieg wieder auf. Schon zur Gründerversammlung am 24. April 1956 kamen 106 Frauen. Zur Vorsitzenden wählten Sie damals Elly Tögel, ihr folgten Hanna Bothe, Christa Maschewsky und jetzt Barbara Kapaun. Besonderer Schwerpunkt der Arbeit ist seit vielen Jahren das Engagement für Leprakranke. Luzie Kacmarkowski, die erste Leiterin dieses Arbeitskreises erhielt sogar das Bundesverdienstkreuz. Heute leitet Elfrida Bartsch den Bastelkreis für den Oster- und Weihnachtsbasar. Den Besucherdienst leitet allein Wilma Schecke. Zu Ehejubiläen, Geburtstagen und Krankheitsfällen macht sie sich auf den Weg um Mitgliedern eine Freude zu bereiten. In jedem Jahr wird eine Busfahrt unternommen und vielfältige Aufgaben, wie das Schmücken der Krippe zu Weihnachten, die Gestaltung von Andachten gehören zu den Aufgaben in der Gemeinde. Seit 1969 feiern die Frauen zusammen mit den Protestantinnen den Weltgebetstag. Leitbild der Frauen ist die Gottesmutter Maria. Seit zwölf Jahren beten sie immer freitags um 8.30 Uhr gemeinsam den Rosenkranz in der Kirche. „Unsere Welt braucht die christlichen Mütter, um nicht geistig zu verarmen“, sagen die fünf Vorstandsmitglieder. Leider fehlt die mittlere und jüngere Generation in dem Verein mit 51 Mitgliedern. Die jüngste Frau ist 45 Jahre, die älteste 94 Jahre alt. Den Festgottesdienst zelebrierten Pfarrer Reinhold Galindo und Pfarrer i.R. Peter Herbst in der Pfarrkirche. „Für mich ist es der erste Gottesdienst zu einer 100 Jahrfeier“, so Pfarrer Galindo in seiner Predigt. Erfreut zeigte er sich, dass von den 150 Besuchern viele aus den Nachbargemeinden gekommen sind. Unter der Leitung von Arnold Gildner begleitete der katholische Kirchenchor den Gottesdienst. Zum Auszug sang die Gemeinde das Lied „Schwarze Madonna“, welches Pfarrer Franz Kleinert seinerzeit aus der Pilgerstadt Tschenstochau in Schlesien mit nach Wiedelah brachte. Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim fand ein gemeinsames Kaffeetrinken mit geladenen Gästen statt. Die 1. Vorsitzende Barbara Kapaun begrüßte den 2. stellvertr. Bürgermeister der Stadt Vienenburg Andreas Fricke, Ortsbürgermeister Johannes Bienert, Kirchenvorstandsvorsitzenden Bernhard Düsing und die kfd-Dekanatsvorsitzende Doris Kramer. Viel Interesse fanden mehrere Schautafeln der 100 Jahre mit alten Fotos und vielen Zeitungsausschnitten der kfd Wiedelah. Foto 1: Jungschar und Frohschar Wiedelah 1952 Foto 2: Als Nonnen verkleidet 1992 Foto 3: Die 1. Vors. Barbara Kapaun begrüßt die Gäste beim Kaffeetrinken Foto 4: Vorstand von links. Wilma Schecke( Besuchskreis); Barbara Kapaun ( 1. Vors.); Elfrida Bartsch ( Bastelkreis); Roswitha Schönfeld (Kasse); Christa Daubner ( Schriftführerin). Text und Fotos: Helmut Hohaus
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