Gütesiegel
Foto: von links: Ullrich Krusche, Gebhard Hitzemann, Gerd Niehus

Gütesiegel für die Bürgerstiftung in Goslar

Die Bürgerstiftung für Goslar und Umgebung erhielt von Gebhard Hitzemann, Regionalkurator für Niedersachsen, das Gütesiegel der Bürgerstiftungen.

Der Stiftung wurde es damit insgesamt zum vierten Mal verliehen. Der ehrenamtliche Vorstand der Bürgerstiftung Ullrich Krusche und Gerd Niehus nahmen die Urkunde bei einem Sponsorentreffen im Schiefer entgegen.

Goslar war einer der wenigen Bürgerstiftungen, die ohne Probleme durch die Instanzen der Gütesiegel-Jury gingen. Eine Laudatio hielt Gebhard Hitzemann, er ist Regionalkurator für Niedersachsen der Initiative Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen und gleichermaßen Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Schaumburg.

Die ersten Bürgerstiftungen wurden 1914 in Cleveland / Ohio gegründet. Reinhard Mohn von der Bertelsmannstiftung gründete 1996 die erste Bürgerstiftung in Deutschland, ihm folgte Prof. Christian Pfeiffer aus Hannover im Jahr 1997. Die Bürgerstiftung für Goslar und Umgebung wurde 1999 gegründet, die Gründungsstifter waren Helga und Hans-Joachim Tessner, Gerd Krause, Dr. Klaus Krause und die Goslarsche Zeitung.

In Deutschland gibt es etwa 800 Bürgerstiftungen, davon 303 mit Gütesiegel und weitere 110 sind Gütesiegel tauglich.

Im Jahr 2003 wurde das Gütesiegel eingeführt, welches alle Bürgerstiftungen auf Antrag erhielten, die den 10 Qualitätsmerkmalen entsprechen. Diese bekennen sich zu den Grundsätzen guter Bürgerstiftungsarbeit und dokumentieren durch das Gütesiegel Vertrauen in die Arbeit und der Zweckverwirklichung. Zu den Merkmalen gehören die Gemeinnützigkeit, regional tätig, wirtschaftlich und politisch unabhängig, breit aufgestellt, eine ausgeprägte Öffentlichkeitsarbeit und die Möglichkeit zur Mitarbeit.

Das Gütesiegel wird für einen bestimmten Zeitraum verliehen, es behält für Goslar bis zum Jahr 2020 seine Gültigkeit. Der Vorstand der Bürgerstiftung für Goslar und Umgebung nutzten die Veranstaltung mit der Zielsetzung, um Danke zu sagen und gaben einen Rückblick sowie eine Vorschau über die Projekte. Insgesamt 25 Paten, Unternehmen und Spender aus dem privaten Bereich gehören zum Fördererkreis der Bürgerstiftung. Die Förderschwerpunkte sind Kinder-und Jugendprojekte, Senioren und Gesundheit, Kultur und Geschichte, Umwelt- und Landschaftschutz, Bürgerschaftliches Engagement und Mildtätige Zwecke.

In 2017 wurden insgesamt 46 Förderprojekte abgewickelt mit einer Gesamtsumme von 230.000 Euro, darin enthalten sind in diesem Jahr die Spenden für die Flutopfer. Zu den Förderprojekten gehörten bei den Kinder und Jugendlichen u.a. Lesen macht Spaß, der bundesweite Vorlesetag, Leuchtende Kinderaugen und Goslarer Kindertaler. Bei den Senioren war es der Tag der älteren Generation und die Lokale Seniorenwoche. Beim bürgerlichen Engagement gehörte die Lange Bank an der Abzucht, die Kooperation mit der FreiwilligenAgentur Goslar und die Flutopferhilfe zum Förderprogramm. Das Goslarsche Forum und das Begabtenstipendium der Kreismusikschule wurden bei der „ Kultur und Geschichte gefördert.

Seit Bestehen der Bürgerstiftung wurden bisher 480 Projekte mit einer Fördersumme von 1.450.000 Euro gefördert. Für das Jahr 2018 sind wieder vielfältige Fördermaßnahmen in den genannten Förderschwerpunkten geplant. Das Team vom Hotel Schiefer, Alexander Scharf und Maik Jankowski, auch Förderer der Stiftung, hatten die Teilnehmer zu einem Grünkohlessen eingeladen.