Ortsgruppe
Ein Spieler eines anderen Teams beim Wurf

DLRG Ortsgruppe Schladen fröhnt dem Ostfriesischen Nationalsport.

Es war mal wieder soweit, das traditionelle Boßeln der Ortsgruppe war angesagt

Ausrichter ist jeweils das Team, welches im Vorjahr die meißten Würfe benötigt hat. Eine schöne Strecke war ausgesucht, aber deren Nutzung viel buchstäblich ins Wasser. DLRG Wetter halt. Aber zu toppen waren die rund 20 Liter Niederschlag die es beim 50 jährigen Jubiläum gab nicht. Dennoch reagierte man seitens der Planer kurzfristig und veränderte die Streckenführung, was wohl allen Teilnehmer recht war, spätestens nachdem man wieder zurück in der DLRG Station war.

Mit kurzer Verzögerung, wurden die Mannschaften ausgelost

Aus den fast 30 Teilnehmern wurden 6 Teams gebildet, die dann gemeinsam mit Kugel, Schreibzeug und den Bollerwagen des Verpflegungstrosses auf die Piste gingen. Es ging über den Rübenschleichweg, Marschrichtung Ost. Die Kugeln rollten munter und mussten häufig im Gras und farbigem Laub gesucht werden. Das verlangsamte natürlich das Tempo der Athleten enorm. So empfand man es als Glück, das sogenannte Knickpunkte auch auf einer Geraden zulässig sind.

Nach erfolgter Stärkung und einem Drittel des Weges Richtung Isingerode, rollten die Kugeln wieder und man sah weite, aber auch kuriose Würfe. Teilweise tauchte auch der Gedanke auf Haltungsnoten zu vergeben. Vor den Toren Isingerode angekommen, entschloss man sich kurzfristig, aufgrund mehrfacher Blicke zum Himmel und die Inaugenscheinnahme einer Wetter-App, sicherheitshalber auf mehreren Smartphones, erneut umzudenken und kehrt zu machen.

Auch auf dem Rückweg gab es natürlich erneut Knickpunkte um sich von der Anstrengung zu erholen und die mitgeführten Bollerwagen des Trosses zu erleichtern. Bei dem zugrunde liegenden Wettkampftempo, hätte man in spätestens 30 min alles in trockenen Tüchern gehabt. Aber dann machte ein starker Regenschauer mit entsprechenden Windböen, dem lustigen Kugelrollen ein jähes Ende.

Man entschloss sich ganz kurzfristig, der rohen Wettergewalt nachzugeben, brach ab und bewegte sich, in nicht für möglich gehaltenem hohem Tempo, Richtung Freibad. Dort hatten bereits fleißige Hände verschiedene Suppen vorbereitet, die den Spielern/innen gerade recht kamen, um sich aufzuwärmen. Zwischenzeitlich wurden die Platzierungen errechnet und dann bekannt gegeben. Bereinigt, durch Wurfabzüge wegen Kugelberührungen, Ditschen genannt, wurden insgesamt für die Strecke 185 Würfe benötigt.

Es gab keinen 6. Platz, dafür aber zwei dritte Plätze, da zwei Teams die gleichen Wurfzahlen hatten.

So groß aber war die Spanne zwischen den einzelnen Plätzen nicht. Der 5. Platz brauchte 34 Würfe, Platz eins wurde mit 27 Würfen erreicht. Somit stand die Mannschaft fest, die im kommenden Jahr als Ausrichter das Event organisieren muss. Danach verbrachte man noch ein paar gemütliche Stunden in kameradschaftlicher Atmosphäre und kümmerte sich um die restliche Marschverpflegung, die ja dank der fluchtartigen Rückkehr in die Station, unverzehrt wieder erreicht hatte.